DKP will zur Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen kandidieren
Die DKP Rheinland-Westfalen und die DKP Ruhr-Westfalen haben beschlossen, zur Landtagswahl 2027 in Nordrhein-Westfalen mit einer Landesliste anzutreten.
Die Wahlversammlung wählte einmütig eine 20-köpfige Landesliste. Ansgar Schmidt, 56-jähriger Bautechniker aus Münster und seit vielen Jahren aktiv in der Friedensbewegung, führt die Liste an. Schmidt ist Vorsitzender des Bezirks Ruhr-Westfalen der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP). Auf Platz 2 wurde Siw Mammitzsch aus Essen gewählt. Die 49-jährige ist Geschäftsführerin der Mietergemeinschaft Essen. Vincent Cziesla belegt Platz 3 der Landesliste. Cziesla ist 38 Jahre alt, lebt in Neuss und ist Redakteur für Innen- und Kommunalpolitik der Wochenzeitung der DKP, unsere zeit (UZ). Siw Mammitzsch und Vincent Cziesla sind beide Experten für Kommunalpolitik und engagieren sich in ihren Städten seit vielen Jahren kommunalpolitisch.
Sieben Frauen und 13 Männer kandidieren auf der Liste der DKP. Die meisten von ihnen sind Mitglied einer DGB-Gewerkschaft. Einige bekleiden Funktionen in ihrem jeweiligen Betrieb und in ihrer Gewerkschaft. Sechs Kandidatinnen und Kandidaten sind in der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) aktiv. Der jüngste Kandidat ist 22 Jahre alt.
„Wir wollen nicht mit darüber entscheiden, wo als nächstes gekürzt wird, welche Drohnen angeschafft werden sollen, und in welchen Städten Musterungszentren gebaut werden. Wir wollen auch nicht unter dem Deckmäntelchen eines oberflächlichen Antifaschismus, der sich ausschließlich gegen die AfD richtet, zu Steigbügelhaltern für die Kürzer und Kriegstreiber werden“, erläutern die Kommunisten ihr Politikverständnis. Der Wahlkampf der DKP ist ein solidarischer Kampf an der Seite der Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler, an der Seite aller Betroffenen gegen Kahlschlag, Militarisierung und den Abbau demokratischer Rechte.
Für ihren Antritt zur Landtagswahl sammelt die DKP ab sofort Unterstützerunterschriften. Die sind notwendig, weil die Partei aktuell nicht im Landtag Nordrhein-Westfalens vertreten ist. Die Mitglieder der DKP freuen sich auf kontroverse Diskussionen an Infoständen in ganz Nordrhein-Westfalen – und darauf, ihre klare Kante gegen Kriegstreiberei, Deindustrialisierung und Sozialabbau auf die Straße zu tragen.
